Marktgemeinde
Theresienfeld
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Zur Ortsgründung bewirtschafteten einige Bauernfamilien das Anwesen. Von den ursprünglichen Gebäuden sind jedoch keine Bilder überliefert.
Im Jahr 1879 erbaute Leopold Graf Thurn-Valsassina diese prächtige Villa. 1925 kauften Dr. Camillo und Benediktine Foramitti das Haus. Fallweise wird sie heute noch oft „Foramitti Villa“ genannt.
Im 2. Weltkrieg war hier das Kommando der Fliegerabwehr für den Raum Wiener Neustadt stationiert. Am Dach war dazu eine Flak (Fliegerabwehrkanone) positioniert.
Im April 1945 beschlagnahmte die Roten Armee die Villa und errichtete die russischen Kommandantur. Im ganzen Ort kam es zur Einquartierung von Besatzungssoldaten, damit auch zu Plünderungen und Übergriffen. Später normalisierte sich die Situation, weil die russischen Offiziere ihre Familien nachkommen lassen durften.
Im benachbarten Kino ab 1952 wurden auch russische Filme gezeigt, die Besatzungssoldaten bevorzugten allerdings amerikanische Streifen. In den 60-er Jahren wurde der große Kinosaal hauptsächlich von SchülerInnen der Landesberufsschule frequentiert, aber in den 70-ern zugesperrt.
1971 kaufte Josef Schmalzl die Villa und die gesamte Liegenschaft mit der ehemaligen Hausnummer 36 und betrieb einen Handel mit Altmaterialen und Reststoffen.
Die „Schmalzl-Villa“ war dann längere Zeit Quartier für Gastarbeiter, wurde zuletzt vorbildlich renoviert und befindet sich noch immer in Familienbesitz.
Quellen: Chronik aus 1868 zur Säkularfeier der Ortsgründung von Theresienfeld durch die große Kaiserin Maria Theresia und weiteren Aufzeichnungen der Familie Foramitti im Besitz der Fam. Schmalzl