Station 14 - Theresienhof

Die 5 Urhäuser aus dem Jahr 1763 befanden sich im Bereich des Hauptplatzes und bilden den historischen Ausgangspunkt Theresienfelds.

Theresienhof 2019
Theresienhof - 2019

In den ersten beiden Jahrzehnten wurden ca. 70 weitere Gebäude errichtet. 1779 betrug die Einwohnerzahl bereits über 400 Personen.

Waren es zunächst hauptsächlich aus Tirol angesiedelte Bauern, kamen immer mehr Handwerker und Angehörige höheren Standes dazu. Alle profitierten von den kaiserlichen Begünstigungen, wie Steuer- und Schuldennachlässe sowie finanzielle Zuwendungen.

Viele der angeworbenen Tiroler Bauern verließen jedoch – entmutigt durch den geringen landwirtschaftlichen Ertrag – wieder den Ort. Nur wenige Familiennamen wie Nitzlader, Krachbüchler oder Taubländer erinnern heute noch an die ersten Siedler.

Zufällig wohnt heute hier im „Theresienhof“ einer ihrer Nachkommen. Dieses Haus wurde von einem Hauptmann von Pontiac erbaut und diente später Adeligen, wie z.B. den Grundherrschaftsbesitzern Freiherr von Braun und Graf Josef von Pergen, die die Bevölkerung auszubeuten versuchten, sowie Fabrikanten und zahlreichen Offizieren als Wohnsitz.

Häufiger Besitzerwechsel und zahlreiche Umbauten prägten das Ortsbild im 19. Jahrhundert. Besonders im Südteil entstanden ansehnliche Villen, wie etwa die Villa Graf von Thurn-Valsassina, das ehemalige „Schloss“ – heute Landesberufsschule – oder der Marienhof.

Begünstigt wurde diese Entwicklung durch die Nähe zu Wiener Neustadt. Manche Historiker sahen darin sogar einen Hinweis darauf, dass die Ortsgründung Theresienfelds mit der Errichtung einer Siedlung für pensionierte Offiziere in Verbindung stehen könnte.